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Künstliche Intelligenz im Recruiting: Was kann ChatGPT?

Veröffentlicht am 18.05.2023 von Marcel Penn, Marketing- und Verkaufsleiter Classifieds - Bildquelle: Getty Images
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Effektiver, effizienter und auf das Wesentliche konzentriert arbeiten - das klingt richtig gut. Möglich ist das mit ChatGPT. GPT steht für "Generative Pre-trained Transformer". Das bedeutet, dass es sich um eine künstliche Intelligenz handelt, die programmiert wurde, um Texte zu generieren. Was sie leisten kann, und wie Sie ChatGPT im Recruiting umsetzen - informieren Sie sich hier.
ChapGPT - was ist das?

ChatGPT ist eine künstliche Intelligenz (KI), die seit Ende November 2022 für die Öffentlichkeit frei zugänglich ist und seitdem für Aufregung sorgt. Innerhalb von nur fünf Tagen meldeten sich eine Million Nutzer an. Im Januar 2023 waren es bereits 100 Millionen Nutzer weltweit, sodass ChatGPT die am schnellsten wachsende Verbraucher-Anwendung ist. Dabei handelt es sich um ein KI-Chatbot-System, das menschliche Dialoge verstehen und auf Fragen eingehen kann.

Entwickelt wurde es von dem US-amerikanischen Unternehmen OpenAI, das sich mit der Entwicklung künstlicher Intelligenz beschäftigt und das im Januar 2023 eine Partnerschaft mit Microsoft eingegangen ist. ChatGPT kann Texte generieren, schwierige Texte vereinfachen, Grammatik korrigieren und Fehler in Programmiersprachen beheben. Jeder kann den ChatBot kostenlos nutzen, nachdem er sich angemeldet und registriert hat, wobei die neueste Version mittlerweile kostenpflichtig ist.

Welche Bedeutung hat die künstliche Intelligenz für das Recruiting?

Da stellt sich die Frage, inwieweit ChatGPT im Recruiting helfen kann, Einstellungsprozesse effizienter zu gestalten und zu optimieren. Denn es sind vor allem die Textarbeiten, die im Personalbereich viel Zeit, Arbeit und Mühe kosten, was für das Verfassen von Interview-Leitfäden und Stellenanzeigen gleichermassen gilt. Insoweit ist es interessant zu wissen, bei welchen Tätigkeiten der ChatBot zumindest Unterstützung leisten kann - hier ein Überblick:
  1. Stellenanzeigen formulieren: ChatGPT ist in der Lage, Stellenausschreibungen inhaltlich zuformulieren und auch formal zu gestalten.
     
  2. Nach passenden Kandidaten suchen: Mithilfe sogenannter Boolean Strings ist eine zielgerichtete Suche nach geeigneten Profilen auf verschiedenen Plattformen wie Xing und LinkedIn sowie in sozialen Netzwerken möglich.
     
  3. Jobprofile abgleichen: Jobprofile gleichen Sie einfach und schnell ab, nachdem der Chatbot von den einzelnen Lebensläufen kurze Zusammenfassungen formuliert hat.
     
  4. Personalisierte Nachrichten an Bewerber verfassen: Mit ChatGPT ist es möglich, durch die Eingabe bestimmter Daten Erstkontakte herzustellen.
     
  5. Automatisch Interviewfragen generieren: Auch wenn Sie bereits Interviewfragen zusammengestellt haben, ist ChapGPT in der Lage, diese zu optimieren oder Inspiration für neue Fragen zu liefern.
     
  6. Arbeitserleichterung durch E-Mail-Vorlagen und die Erstellung von Interviewfragen: Die KI kann Vorlagen erstellen, zum Beispiel Einladungen für ein Vorstellungsgespräch, Bestätigungen für Bewerbungseingänge sowie für Absagen. Gleiches gilt für Interviewfragen
Insgesamt ist festzuhalten, dass ChatGPT eine wertvolle Unterstützung im Recruiting sein kann. Allerdings braucht der Chatbot noch Hilfe von menschlichen Recruitern. Die von der künstlichen Intelligenz formulierten Texte sind zwar gut strukturiert. Was fehlt, ist der direkte Bezug zum Unternehmen und zu den Bewerbern. Deshalb eignet sich ChatGPT insbesondere für Berufseinsteiger im Recruiting. Erfahrene Recruiter können durch die KI Zeit sparen, indem Arbeitsprozesse unterstützt oder optimiert werden.