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Wenn Roboter am Arbeitsplatz und Zuhause aushelfen: Funktioniert das?

Veröffentlicht am 18.04.2024 von Marcel Penn, Marketing- und Verkaufsleiter Classifieds - Bildquelle: Getty Images
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Vor der industriellen Revolution gaben Industrielle ein Versprechen ab: Automatisierte, elektronisch angetriebene Prozesse sollen dafür sorgen, dass der Mensch weniger und weniger körperlich arbeiten muss. In der Praxis lässt sich Jahrzehnte später darüber streiten, ob da Wort gehalten wurde. Nun geht ein ähnliches Versprechen, diesmal mit Hinblick auf robotische Alltagshelfer, in die nächste Runde.
Alles, was man nicht erledigen möchte, macht fortan der Roboter?

Viele Arbeiten, die ehemals auf den Menschen entfielen, übernehmen schon jetzt elektronische Geräte: Statt Waschbrett gibt es die Waschmaschine und statt einem Feuer zu machen schaltet man kurzerhand den Herd ein. Eine ähnliche Entwicklung streben Robotik-Unternehmen an, wie beispielsweise der US-amerikanische Vertreter 1X, welcher sich auf die Entwicklung von intelligenten Androiden spezialisierte.

Der stellte kürzlich ein Video vor, wie sich das Zusammenleben mit derartigen Androiden künftig gestalten könnte. Die erledigen einfache Aufgaben, indem Sie Pakete sortieren oder auf dem Boden verstreute Artikel aufheben und an ihren festen Platz stellen. Währenddessen lächelt den Menschen ein blau leuchtendes, digitales Gesicht an.

Wie das US-Unternehmen selbst sagt, werden die Androiden konsequent in authentischen Umgebungen entwickelt und geprüft, in denen sie später auch tatsächlich kommerziell zum Einsatz kommen würden. Die Androiden hören auf den futuristischen Namen "EVE" und sind darauf spezialisiert, Räume zu überwachen und in der Folge daran gekoppelte Aufgaben zu leisten.

Stellen die Androiden beispielsweise Unordnung fest, räumen sie diese kurzerhand auf. Besonders erstaunlich: Nach Eigenaussage von 1X eigneten sich die Roboter diese Fähigkeiten, durch Einsatz von künstlicher Intelligenz und maschinellem Lernen, eigenmächtig an. Folglich wäre perspektivisch auch eine Ausbreitung der Aufgaben und Tätigkeitsfelder denkbar.

Was erledigen robotisierte Helfer schon heute?

Die Funktionsweise der 1X-Androiden ist in diesem Kontext einzigartig, aber Roboter kommen auch schon im Hier und Jetzt zum Einsatz. So zum Beispiel der "Waste Shark": Das ist ein Roboter, der über Wasseroberflächen fährt, die Wasserqualität analysiert und nebenher noch Müll sammelt - während er durch Photovoltaikmodule konsequent aufgeladen wird. Aus Hollywood-Filmen wie "Hurt Locker" dürfte zudem "Spot" bekannt sein.

Das ist ein auf Sprengstoff spezialisierter Roboterhund, der den Einsatzkräften einen präzisen Blick auf den Sprengstoff ermöglicht, ohne dass diese sich dafür selbst in Gefahr begeben müssten. Entschärfen kann er die Sprengsätze aber zumindest noch nicht - denn er wird von speziell dafür ausgebildeten Fachkräften ferngesteuert.