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Bewertung von Bewerbungen durch künstliche Intelligenz - das müssen Sie wissen

Veröffentlicht am 06.10.2022 von Marcel Penn, Marketing- und Verkaufsleiter Classifieds - Bildquelle: Getty Images
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Die Sichtung von Bewerbungsunterlagen übernimmt in einigen Unternehmen die künstliche Intelligenz in Form einer Software. Somit erreicht nicht mehr jede Bewerbung die Personalabteilung. Dies gilt es bei der Erstellung von Anschreiben und Lebenslauf zu berücksichtigen.
Künstliche Intelligenz bewertet Ihre Bewerbung

Die Digitalisierung und das Internet haben mittlerweile in nahezu allen Bereichen des täglichen Lebens Einzug gehalten. Es gibt eine Vielzahl an Veränderungen, auf die sich künftig immer mehr Bewerber einstellen müssen. Bewerbungen könnten nicht mehr nur von einem Mitarbeiter der Personalabteilung, sondern auch von künstlicher Intelligenz gesichtet werden. Es ist empfehlenswert, diese Möglichkeit im Hinterkopf zu behalten, wenn Sie Ihre Chancen auf den Job steigern möchten.

Den passenden Bewerber finden - mit künstlicher Intelligenz

Wenn Sie sich auf eine attraktive Stellenanzeige auf www.jobbern.ch bewerben, müssen Sie damit rechnen, dass Sie zahlreiche Mitbewerber haben. Ihr Ziel ist es, in die engere Wahl zu kommen. Wenn Unternehmen hunderte Bewerbungen erhalten, ist es nicht möglich, jede Einzelne genau zu begutachten. Der zuständige Mitarbeiter der Personalabteilung trifft eine Vorauswahl. So wurde das in der Vergangenheit gehandhabt. Heute müssen Sie damit rechnen, dass Ihre Bewerbung nur dann in die engere Wahl kommt, wenn sie eine Prüfung durch einen Roboter durchlaufen hat.

Software überprüft den Inhalt der Bewerbungsunterlagen

Zum Einsatz kommen Softwarelösungen, die mit künstlicher Intelligenz arbeiten. Diese suchen nach bestimmten Begriffen, die im Lebenslauf und im Bewerbungsschreiben, aber auch in den angehängten Dokumenten auftauchen. Wenn diese Begriffe den Job optimal umschreiben, hat die Bewerbung bessere Chancen, als wenn das System gar keine Formulierungen findet.

Daraus ergibt sich die Kritik an den Programmen, in deren Entwicklung die Softwareindustrie Millionen investiert: Schon zu analogen Zeiten war es klar, dass ein Bewerbungsschreiben weniger über die Qualität eines Mitarbeiters aussagt, als man weithin glaubt.

Das Aussortieren von Bewerbungsunterlagen durch einen Roboter verschärft das Problem: Viele Bewerber wissen nicht, dass mittlerweile künstliche Intelligenz zum Einsatz kommt. In der Folge werden die Bewerbungen nach klassischen Mustern verfasst. Das kann jedoch dazu führen, dass die Bewerbung die Personalabteilung gar nicht erreicht.

Fügen Sie den Job umschreibende Begriffe in Ihre Bewerbung ein

Diese Begrifflichkeiten, die von der künstlichen Intelligenz positiv bewertet werden, stehen mit den Anforderungen an den Job in einem engen Zusammenhang. Dies ist ein wichtiger Punkt, den Sie bei der Erstellung Ihrer Bewerbung berücksichtigen sollten: Verwenden Sie gezielt Begrifflichkeiten und Synonyme, die mit Ihrer künftigen Tätigkeit in Zusammenhang stehen.

Achten Sie aber dennoch auf gute Formulierungen und einen ansprechenden Stil. Alternativ ist es möglich, einige Worte in weisser Schrift einzufügen. Sie müssen keine Sätze bilden, die Worte können einzeln stehen oder durch Kommata getrennt sein. Die künstliche Intelligenz kann diese Begriffe lesen, der Angestellte der Personalabteilung nicht.

Bewerbungen an die neue Art der Erstbewertung anpassen

Wenn Sie künftig bei der Erstellung Ihrer Bewerbung die Möglichkeit des Einsatzes von künstlicher Intelligenz einbeziehen, sind Ihre Chancen bei Eignung auf die Vereinbarung eines Termins zum Vorstellungsgespräch ebenso gut wie zu analogen Zeiten.